In der Unternehmensethik spricht man von der Corporate Social Responsibility

In der Unternehmensethik spricht man von der Corporate Social Responsibility (kurz: CSR). „Die Thematik CSR hat in den letzten Jahren kontinuierlich an Bedeutung ge-wonnen. Von Unternehmen wird heute nicht nur erwartet, dass sie sich zur ihrer gesell-schaftlichen Verantwortung bekennen, sondern ebenso der Nachweis, dass sie dieser gerecht werden. Für die Unternehmensführung erwächst hieraus die Herausforderung, mit dieser Erwartung angemessen umzugehen, da anderenfalls der Verlust der unter-nehmerischen Akzeptanz in der Gesellschaft (…) droht. Durch die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung positionieren sich Unternehmen als gute Partner in der Gesellschaft und schaffen damit Voraussetzungen für langfristigen Erfolg. CSR hat damit weniger etwas mit Gutmenschentum zu tun, sondern ist Bestandteil eines guten Managements“.

Als Beispiele für Unternehmen, welche besonders nachhaltig handeln sind IKEA und Dell zu nennen. IKEA investiert seit 2009 in erneuerbare Energien und hat hierfür bereits 2,1 Milliarden Euro mit der Intention so viel Energie zu generieren, wie das Unterneh-men verbraucht, aufgewendet. IKEA trägt dieses Image klar an die Öffentlichkeit und präsentiert auf der Website alle relevanten Informationen und einen eigenen Nachhal-tigkeitsbericht. Dell bot als erstes Unternehmen der Branche im Jahr 2006 das kosten-lose Recycling für seine Produkte an und erkannte damit die neuen, sich verändernden Anforderungen an Unternehmen sich zu seinem Einfluss auf die Umwelt zu bekennen und gegenzusteuern.

Unternehmensethik am Beispiel IKEA

Unternehmensethik am Beispiel IKEA

Auf den meisten Internetseiten großer Firmen findet man mittlerweile eine Rubrik, in welcher sich Unternehmen zu ihrer sozialen Verantwortung bekennen und z.B. zu-kunftsorientierte Projekte vorstellen. Mehr und mehr Kunden achten darauf nachhaltig einzukaufen, der Markt hierfür wächst. Abb. 5 unterstreicht die Bedeutung der Nachhal-tigkeit, demnach stimmen 46% der Befragten der Aussage, dass Nachhaltigkeit egal ist nicht/überhaupt nicht zu.

Eine weitere, interessante Marketingmaßnahme zur Kundengewinnung und –bindung ist die Zusammenarbeit von Unternehmen mit Influencern. Als Influencer werden Perso-nen bezeichnet, welche ein hohes Ansehen im Internet genießen. Sie werden an der Anzahl ihrer Follower und Klickzahlen gemessen und präsentieren sich auf Ihren Blogs und/oder in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram, YouTube und Twitter. Sie begeistern Ihre Fans und Zuschauer (Community) und sind die Stars des Internet. Diese Grundlage machen sich Unternehmen zu Nutze und arbeiten mit den Influencern zusammen, um Ihre Produkte in den Blogs, Videos und Bildern zu platzie-ren, dies wird als Produktplacement bezeichnet. Die Influencer berichten ihrer Commu-nity authentisch von ihren Erfahrungen mit dem Produkt. „Ein Beispiel hierfür ist die YouTuberin Bianca Heinicke, die auf ihrem Kanal BibisBeautyPalace Styling- und Mo-detipps gibt und ihre Einkäufe präsentiert.

Mit 3,2 Millionen Abonnenten ist sie einer der Stars der YouTube-Szene.136 Der Reiseveranstalter Neckermann nutzte Bibis Promi-nenz im Social Web und schickte sie in die Türkei und auf die Malediven, wo sie die Vorzüge der Ferienanlagen präsentierte. Ihre sogenannten Follow-me-around-Videos brachten 8,3 Millionen Abrufe. Wenig später wurde sie im klassischen Neckermann-Katalog abgedruckt. Bibi postete ein Foto von sich im Bikini, verbunden mit dem Hinweis, dass sie nun im Katalog zu finden sei. Das Ergebnis: 6.000 Favoriten auf Twitter, 58.000 Likes auf Facebook und 100.000 auf Instagram“ Auch beim Influencer Marketing müssen Produkt und Influencer zusammenpassen, es kann kontraproduktiv sein, wenn ein Unternehmen seine Marke falsch inszeniert. Dies hätte ebenfalls negative Auswirkungen auf den Influencer, da dieser seine Authentizität verliert.
Wie einleitend beschrieben ist die Kundenbindung/-gewinnung ein zentraler Aspekt der Markenführung und von enormer Wichtigkeit. Die Fallbeispiele zeigen auf, dass ein Unternehmen viel gewinnen, aber auch viel verlieren kann. Daher ist es auch hier von großer Bedeutung abzuwägen, welche Maßnahme wie eingesetzt wird.

Des Weiteren wächst die Bedeutung von nachhaltiger und offener Marken-/Unternehmenspolitik. Eine Marke sollte für den Kunden möglichst transparent sein, da vorenthaltene Informationen nach dem publik werden einen erheblichen Imageschaden mit sich bringen können.

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